Welcher Turnus in einem Haus mit sechs Parteien wirklich funktioniert.

Der Plan hing zwei Jahre lang, und dann zog die Nummer vier aus. Seitdem stimmt er nicht mehr, aber niemand hat ihn geändert, weil niemand genau sagen konnte, was jetzt eigentlich gilt.

Kostenlos, ohne Konto, in etwa 10 Minuten fertig zum Aushängen.

Im November beschwert sich der erste, dass er zweimal hintereinander dran war.

Die Antwort gleich vorweg.

Ein Turnus funktioniert, wenn drei Dinge stimmen: Er geht auf, er ist sichtbar, und er hat eine Regel für den Ausfall.

Am häufigsten scheitert das erste. Sechs Parteien und ein Sechserrhythmus gehen auf. Fünf Parteien und ein alter Sechserplan gehen nicht auf, und dann ist entweder eine Woche unbesetzt oder jemand ist doppelt dran. Beides fällt erst nach Monaten auf, und dann als Streit.

Wöchentlich oder alle zwei Wochen?

Das hängt weniger am Haus als an der Zahl der Parteien.

Bei sechs Parteien und wöchentlichem Wechsel ist jeder alle sechs Wochen dran. Das ist ein guter Rhythmus: selten genug, dass es niemanden belastet, häufig genug, dass man es nicht vergisst, und das Treppenhaus ist nie länger als sieben Tage ungeputzt.

Bei drei Parteien wäre derselbe Rhythmus alle drei Wochen. Das empfinden viele als viel. Hier ist ein Zweiwochentakt oft besser, dann ist jeder alle sechs Wochen dran, und die Belastung fühlt sich an wie im großen Haus.

Bei zehn oder mehr Parteien kippt die Rechnung. Zehn Wochen zwischen zwei Einsätzen sind so lang, dass die eigene Woche wie eine Ausnahme wirkt und nicht wie Routine. Ab dieser Größe lohnt es sich, entweder Flächen aufzuteilen (Treppenhaus und Kellergang getrennt) oder über eine Firma nachzudenken. Was dabei zu beachten ist, steht im Text über das Umlegen der Reinigungskosten.

Die brauchbare Faustregel: Zwischen zwei Einsätzen sollten vier bis acht Wochen liegen. Darunter wird es lästig, darüber wird es fremd.

Die drei Fälle, an denen jeder Plan scheitert.

Sie sind alle vorhersehbar, und in den meisten Plänen steht zu keinem etwas.

Jemand zieht aus. Der Turnus muss neu gerechnet werden, sonst rutscht die Reihenfolge und irgendwann ist jemand zweimal hintereinander dran. Das ist der häufigste Fall und der ärgerlichste, weil er sich anfühlt wie Willkür.

Jemand ist im Urlaub. Ohne Regel passiert nichts, und die Woche fällt aus. Die einfachste Lösung ist auch die fairste: Wer wegfährt, tauscht mit jemandem und sagt Bescheid. Nicht der Nachbar rückt nach, sondern es wird getauscht, sonst verschiebt sich der ganze Plan.

Jemand kann nicht mehr. Die Achtzigjährige aus dem Erdgeschoss schafft die Treppe zum Dachboden nicht. Das ist kein Fall für eine Ermahnung, sondern für eine ehrliche Anpassung. Entweder sie übernimmt eine leichtere Fläche, oder sie beteiligt sich an den Kosten einer Firma. Beides ist besser, als jeden Monat eine unerledigte Woche zu haben.

Drei Dinge, die Sie an Ihrem Plan prüfen.

Nehmen Sie den Plan, der gerade im Flur hängt, und rechnen Sie nach.

Erstens: Geht die Zahl auf? Zählen Sie die Parteien und die Wochen im Umlauf. Sind es verschiedene Zahlen, haben Sie entweder eine Lücke oder eine Doppelung, und beides erzeugt den Streit, den Sie im November führen.

Zweitens: Steht dort ein Datum? Ein Plan mit Namen und Wochennummern ist nachvollziehbar. Ein Plan mit „erste Woche, zweite Woche“ ist es nicht, weil niemand weiß, wo der Umlauf gerade steht.

Drittens: Steht eine Regel für den Ausfall dabei? Ein einziger Satz reicht. Zum Beispiel: Wer nicht kann, tauscht und sagt Bescheid. Ohne diesen Satz entscheidet jedes Mal aufs Neue derjenige, der gerade betroffen ist, und das ist die Definition von Willkür.

Beim Nachrechnen stellen die meisten fest, dass ihr Plan seit dem letzten Auszug nicht mehr aufgeht. Meistens seit über einem Jahr.

Vorher die wichtigere Frage: Gilt die Pflicht überhaupt?

Ein Turnus ist die Organisation einer Pflicht. Wenn die Pflicht nicht wirksam übertragen ist, organisieren Sie etwas, das Sie selbst schulden. Ob Ihre Klausel trägt, steht im Text darüber, ob die Putzpflicht wirklich in Ihrem Mietvertrag steht.

Und der beste Moment, einen schiefen Turnus geradezuziehen, ist der nächste Mieterwechsel. Warum, steht dort ebenfalls.

Der beste Turnus nützt nichts, solange keiner weiß, dass er dran ist.

Sie können den saubersten Turnus der Stadt haben, mit Namen, Wochennummern und einer Tauschregel. Und am Donnerstagabend denkt der aus dem zweiten Stock trotzdem an etwas anderes.

Ein Plan beantwortet die Frage, wer dran ist. Er beantwortet nicht die Frage, ob derjenige gerade daran denkt.

Ein Plan, der sich selbst rechnet.

Ein Plan, der sich selbst rechnet. Sie tragen die Parteien ein, der Turnus ergibt sich, und wenn jemand auszieht, ändern Sie einen Namen und drucken neu. Kein Rechnen, keine verschobene Reihenfolge, kein Zettel mit durchgestrichenen Namen.

Sie tragen Etagen, Parteien und Aufgaben ein, Treppenhaus, Müll, Winterdienst, Waschküche, und bekommen einen fertigen Jahresplan als PDF zum Ausdrucken und Aufhängen. Kostenlos, dauerhaft, ohne Bankdaten und ohne Vertrag.

Zehn Minuten. Danach geht die Rechnung wieder auf.

Dieser Text beschreibt, was sich in Mehrfamilienhäusern bewährt hat, und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob und wie weit Sie die Reinigung überhaupt auf Ihre Mieter übertragen dürfen, hängt vom Wortlaut Ihrer Verträge ab.