Der Putzplan für Ihr Mehrfamilienhaus, fertig zum Aushängen.

Die meisten Pläne im Treppenhaus sind mit der Hand geschrieben, hängen seit zwei Jahren und zeigen einen Turnus, der beim letzten Auszug aus dem Takt geraten ist. Man erkennt sie daran, dass niemand mehr hinsieht.

Hier bekommen Sie einen anderen. Er gilt für ein ganzes Jahr, er rechnet den Turnus selbst aus, und er trägt die Müllabfuhrtermine Ihrer Stadt gleich mit ein.

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Jahresplan der Putzplanerei für ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen: Januar bis Juni 2026 nebeneinander, für jede Woche die zuständige Wohnung farbig markiert, dazu Flurwoche, Keller und Waschküche, Garten und Gehweg sowie alle Abfuhrtermine für Restmüll, Biotonne, Gelben Sack und Altpapier.

Was auf dem Plan steht.

Oben stehen alle Parteien Ihres Hauses, nach Etagen sortiert, vom Erdgeschoss bis zum Dachgeschoss. Jede bekommt eine Nummer und eine eigene Farbe, und diese Farbe zieht sich danach durch das ganze Jahr.

Darunter liegt das Jahr, Monat für Monat nebeneinander. In jeder Woche steht in einer Kapsel, wer dran ist: Wohnung 7. Nicht „die dritte Partei von oben“, nicht „Familie Schulze oder war es doch die andere“. Eine Nummer, eine Farbe, ein Name, wenn Sie ihn eintragen wollen.

Der Plan trennt dabei drei Arten von Aufgaben, jede mit einem eigenen Zeichen: die Flurwoche für Treppenhaus und Hausgang, Keller und Waschküche, und Garten und Gehweg. Die drei laufen unabhängig voneinander, denn wer im Januar den Flur macht, muss nicht auch den Gehweg kehren.

Und in derselben Spalte stehen die Abfuhrtermine: Restmüll, Braune Tonne, Gelber Sack, Altpapier, jeweils am richtigen Tag. Dazu die Kalenderwoche und die Feiertage, Karfreitag, Ostermontag, Fronleichnam, Pfingstmontag, in Rot.

Das Jahr passt auf zwei Blätter, Januar bis Juni und Juli bis Dezember. Oben rechts sitzt ein QR-Code, über den jeder im Haus dieselbe Fassung auf sein Handy holen kann.

Warum ein Jahresplan hält und ein Aushang nicht.

Ein handgeschriebener Plan hat zwei Schwächen, und beide zeigen sich erst nach ein paar Monaten.

Die erste ist die Reihenfolge. Wer nur die nächsten vier Wochen aufschreibt, muss im nächsten Monat wieder ran, und irgendwann macht es keiner mehr. Beim Jahresplan steht auch die Woche 43 schon da. Niemand muss ihn pflegen, und niemand kann behaupten, er sei überholt.

Die zweite ist der Streit über das Gedächtnis. „Ich war doch letzten Monat erst dran“ lässt sich am Aushang nicht klären, weil dort nur der aktuelle Monat hängt. Auf einem Jahresplan sieht jeder in fünf Sekunden, wann er zuletzt dran war und wann er wieder dran ist. Das erledigt die meisten dieser Gespräche, bevor sie anfangen.

Dazu kommt ein Nebeneffekt, den die meisten Vermieter unterschätzen: Ein Plan ist Ihr Nachweis. Wenn später jemand behauptet, er habe nie gewusst, dass er zuständig war, hängt im Flur seit Januar das Gegenteil.

Der Turnus, und das ist die Frage, die jeder stellt.

Bei zwei Parteien ist die Sache einfach und trotzdem die anfälligste. Jede zweite Woche, sechsundzwanzig Mal im Jahr. Es fällt sofort auf, wenn einer aussetzt, und genau deshalb wird daraus schnell etwas Persönliches. Hier hilft der Plan weniger gegen das Vergessen als gegen den Verdacht.

Bei sechs Parteien ist jeder alle sechs Wochen dran, gut acht Mal im Jahr. Das ist der Rhythmus, bei dem die meisten Häuser laufen. Er hat nur einen wunden Punkt: Zieht eine Partei aus, geht die Sechserrechnung nicht mehr auf, und ein handgeschriebener Plan ist ab diesem Tag falsch.

Bei zwölf Parteien kommt jeder gut vier Mal im Jahr an die Reihe. Das klingt bequem und ist der schwerste Fall, denn nach drei Monaten Pause weiß niemand mehr aus dem Kopf, ob er dran ist. In großen Häusern scheitert der Hausdienst fast nie am Unwillen, sondern am Abstand zwischen zwei Einsätzen.

In allen drei Fällen rechnet der Plan den Turnus selbst aus. Sie tragen die Parteien ein, und die Verteilung über das Jahr ergibt sich daraus, samt Feiertagen und samt der Woche, in der Weihnachten liegt.

Was Sie dafür tun müssen.

Sie geben die Adresse ein, die Etagen und die Wohnungen. Dann wählen Sie aus, welche Aufgaben in Ihrem Haus überhaupt anfallen, denn nicht jedes hat einen Garten und nicht jedes eine Waschküche. Zum Schluss laden Sie das PDF herunter und drucken es aus.

Das dauert etwa zehn Minuten. Danach hängt der Plan, und Sie fassen ihn ein Jahr lang nicht mehr an.

Ändert sich etwas, weil jemand auszieht, tauschen Sie den Namen und laden neu herunter. Der Turnus rechnet sich dabei neu, und Sie hängen ein frisches Blatt in den Flur, statt auf dem alten herumzustreichen.

Was der Plan nicht kann.

Er beantwortet nicht, ob Ihre Mieter überhaupt zum Putzen verpflichtet sind. Das steht im Mietvertrag oder es steht nirgends, und wenn es nirgends steht, sind Sie selbst zuständig, auch wenn seit zwanzig Jahren jemand anders putzt. Wenn Sie das noch nie geprüft haben, klärt es der Text zur Putzpflicht im Mietvertrag in zehn Minuten.

Und er hängt an einer Wand. Wer am Donnerstagabend nicht daran denkt, geht daran vorbei, und ein Blatt Papier kann niemanden anstupsen. Das ist die Grenze eines jeden Aushangs, auch eines guten.

Was er kostet.

Nichts. Sie erstellen ihn, laden ihn herunter und hängen ihn auf, ohne Bankdaten, ohne Vertrag und ohne Ablauffrist. Wenn Sie nie etwas anderes von uns wollen, bleibt es dabei.

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