Hausdienst regeln, ohne eine Hausverwaltung zu beauftragen
Wer ein Haus mit sechs Parteien selbst verwaltet, tut das meistens aus einem guten Grund. Es lohnt sich nicht, jemanden dafür zu bezahlen, und die meisten Dinge laufen ohnehin.
Bis auf eine. Der Hausdienst bleibt liegen, und irgendwann klingeln Sie selbst.
Was eine Hausverwaltung tut, und was davon Sie brauchen
Eine Hausverwaltung übernimmt die kaufmännische und technische Betreuung: Mietverträge, Nebenkostenabrechnung, Mahnwesen, Handwerkerkoordination, Eigentümerversammlung, Instandhaltungsplanung. Dafür berechnet sie in der Regel einen Betrag je Wohneinheit und Monat, und dieser Betrag lohnt sich, sobald mehrere dieser Aufgaben zusammenkommen.
Wenn Sie aber Verträge selbst machen, die Abrechnung selbst erstellen und den Handwerker selbst anrufen, dann kaufen Sie einen ganzen Werkzeugkasten für ein einziges Werkzeug.
Wir sind keine Hausverwaltung und übernehmen keine Verwaltung. Wir sorgen dafür, dass der Hausdienst nicht liegen bleibt und Sie nicht klingeln müssen.
Warum ausgerechnet der Hausdienst liegen bleibt
Er hat drei Eigenschaften, die keine andere Aufgabe im Haus hat.
Er wiederholt sich. Eine Reparatur passiert einmal, der Hausdienst jede Woche. Was sich wiederholt, wird zur Gewohnheit, und Gewohnheiten brechen leise ab.
Er ist unbeobachtet. Niemand sieht, wer das Treppenhaus nicht gewischt hat. Man sieht nur, dass es nicht gewischt ist.
Und er hat keinen Termin. Es gibt keinen Moment, an dem jemand offiziell zu spät ist, und genau daran entzündet sich der Ärger, weil jeder eine andere Vorstellung davon hat, wann zu lange zu lange ist.
Was Sie ohne Verwaltung selbst regeln müssen
Drei Dinge, und zwei davon sind einmalige Arbeit.
Erstens die Grundlage. Die Reinigungspflicht muss im Mietvertrag stehen, nicht nur im Aushang im Flur. Ein Aushang, den Sie nachträglich aufhängen, verpflichtet niemanden. Steht die Pflicht im Vertrag, dann gilt sie, und der Aushang regelt nur noch die Reihenfolge.
Zweitens der Plan. Er muss für ein ganzes Jahr gelten und den Turnus im Voraus ausrechnen, nicht nur für den nächsten Monat. Sonst stimmt er nach dem ersten Auszug nicht mehr, und ab da rechnet niemand mehr nach.
Drittens die Erinnerung. Das ist der Teil, der sich nicht einmalig erledigen lässt, und deshalb ist es der Teil, der scheitert. Wer ihn selbst übernimmt, erinnert im ersten Monat freundlich, im dritten genervt und im sechsten gar nicht mehr.
Der Unterschied zwischen einem Zettel und einer Nachricht
Ein Plan im Treppenhaus wird beim Vorbeigehen zur Tapete. Nach vier Wochen sieht ihn niemand mehr, auch der nicht, der dran ist.
Eine Nachricht erreicht den Menschen dort, wo er ohnehin hinsieht, und zwar an dem Tag, an dem es zählt. Das ist der ganze Unterschied, und er ist größer, als er klingt: Der Plan sagt, wer wann dran ist. Die Nachricht sagt es dem, der dran ist.
Was es kostet, wenn niemand erinnert
Die Rechnung wirkt harmlos, solange man nur an das Treppenhaus denkt. Sie wird unangenehm, wenn man weiterrechnet.
Wo der Hausdienst ungeregelt bleibt, putzen nach ein paar Monaten nur noch die Gewissenhaften. Die, die vier Monate lang für andere mitgemacht haben, zweimal freundlich geklingelt haben und irgendwann keine Lust mehr auf ein Haus haben, in dem sie die Einzigen sind.
Und wer auszieht, ist fast nie der Nachlässige.
Ein Mieterwechsel kostet Sie den Leerstand, die Herrichtung und die Zeit für die Suche. Bei den meisten Häusern kommt eine Zahl heraus, die deutlich über einer Monatsmiete liegt. Ein Haus mit ungeklärtem Hausdienst tauscht über die Jahre die guten Mieter gegen andere aus, und jeder einzelne Tausch kostet.
Das ist der Grund, warum sich die Sache lohnt, und nicht das saubere Treppenhaus. Das Treppenhaus ist nur das, was man sieht.
Wann sich eine Hausverwaltung doch lohnt
Wir raten nicht generell davon ab, im Gegenteil.
Sobald mehrere Dinge zusammenkommen, rechnet sie sich: mehrere Objekte, häufige Mieterwechsel, laufende Instandhaltung, Eigentümergemeinschaft, oder schlicht die Tatsache, dass Sie zweihundert Kilometer entfernt wohnen. Wer im selben Haus wohnt und sechs Parteien hat, braucht sie meistens nicht. Wer drei Häuser in zwei Städten hat, meistens schon.
Und wenn Sie eine haben, dann brauchen Sie uns nicht. Der Hausdienst gehört dann zu ihrem Auftrag.
Was Sie jetzt tun können
Tragen Sie die Wohnparteien und die Aufgaben ein, wir rechnen den Turnus für das ganze Jahr aus und geben Ihnen den Plan als PDF zum Ausdrucken und Aufhängen.
Kein Vertrag, keine Bankdaten, keine Kündigung.